Schlupfwespenkarte zwischen ordentlich aufgehängten Wolltextilien im Kleiderschrank

Schlupfwespen gegen Kleidermotten richtig anwenden

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Das Panteer-Programm gegen Kleidermotten besteht aus fünf Lieferungen im Abstand von drei Wochen. Es richtet sich mit Trichogramma-Schlupfwespen gegen Motteneier. Damit es sinnvoll eingesetzt wird, müssen befallene Textilien und Verstecke parallel kontrolliert und behandelt werden.

1. Kleidermottenbefall bestätigen

Typisch sind Fraßlöcher, Gespinströhren, Larvenhäute oder Kot an Wolle, Filz, Pelz, Federn und Textilien mit tierischen Fasern. Die Kleidermotte (Tineola bisselliella) ist gelblich-braun und wird laut Umweltbundesamt bis etwa einen Zentimeter lang. Ein Falter im Schlafzimmer allein genügt nicht zur sicheren Bestimmung.

2. Betroffene Textilien behandeln

Leere den Schrank abschnittsweise und prüfe jedes Stück einschließlich Falten, Taschen und wenig bewegter Bereiche. Behandle geeignete Textilien nach Pflegeetikett durch Waschen oder Wärme. Für kältegeeignete Stücke nennt das Umweltbundesamt mindestens 36 Stunden bei mindestens minus 19 °C. Empfindliche oder wertvolle Textilien gehören in professionelle Hände.

3. Schrank und Raum vorbereiten

  1. Ritzen, Sockelleisten, Teppichkanten und Schrankverbindungen absaugen.
  2. Staubsaugerinhalt unmittelbar außerhalb der Wohnung entsorgen.
  3. Flächen nach Materialverträglichkeit reinigen und trocknen lassen.
  4. Untersuchte Textilien getrennt von noch ungeprüften lagern.
  5. Befallsorte auf einer Raumskizze markieren.

4. Fünf Lieferungen korrekt einplanen

Für das aktuelle Panteer-Kleidermottenprodukt gilt: fünf Lieferungen, jeweils im Abstand von drei Wochen. Diese Folge ist produktspezifisch. Weder die drei beziehungsweise vier Lieferungen des Lebensmittelmottenprodukts noch allgemeine Angaben anderer Anbieter dürfen dafür eingesetzt werden.

Die Kartenanzahl wird bei der Bestellung gewählt. Weil keine verifizierte allgemeine Panteer-Flächenleistung je Karte vorliegt, nennt dieser Ratgeber keine Quadratmeterzahl. Prüfe bei mehreren Schränken oder Räumen vorab, welche Packungsgröße für den konkreten Befallsbereich vorgesehen ist.

5. Karten ausbringen und schützen

Verteile die unbeschädigten Karten nach beiliegender Produktanleitung in den betroffenen Schrank- und Textilbereichen. Schütze sie vor Nässe, direkter Hitze und Beschädigung. Trichogramma sticht nicht und gilt laut Umweltbundesamt als ungefährlich für Menschen und Haustiere; trotzdem sollen Karten nicht als Spiel- oder Futtermaterial zugänglich sein.

6. Monitoring ergänzen

Eine Kleidermotten-Pheromonfalle zeigt vor allem männliche Falter und dient der Bedarfskontrolle. Sie ist keine alleinige Bekämpfung. Kontrolliere Falle und Textilien getrennt: Neue Löcher oder Larven sind wichtiger als ein einzelner fangfreier Tag.

7. Panteer-Nutzwert: Raumplan

Zeichne jeden betroffenen Raum als einfache Skizze und nummeriere:

  • S für Schrank oder Kommode,
  • T für Teppich, Polster oder Textillager,
  • K für Kartenposition,
  • F für Fallenposition.

Ergänze an jedem der fünf Liefertermine neue Funde. So werden übersehene Bereiche sichtbar, ohne eine unbelegte Flächenwirkung zu behaupten.

8. Häufige Fragen

Fressen Kleidermotten Baumwolle?

Reine pflanzliche Fasern wie Baumwolle sind laut Umweltbundesamt keine Nahrungsquelle. Mischgewebe, tierische Bestandteile oder Verschmutzungen können dennoch in einem betroffenen Stück vorkommen.

Kann ich das Lebensmittelmottenprogramm verwenden?

Nein. Verwende das ausdrücklich für Kleidermotten vorgesehene Fünf-Lieferungen-Produkt und dessen Drei-Wochen-Abstand.

Was mache ich bei einer verspäteten Lieferung?

Keine eigene Intervallrechnung aufstellen. Produktvariante, Bestellnummer und bisherige Ausbringungsdaten bereithalten und den Panteer-Kundenservice kontaktieren.

9. Quellen

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